Gehäuse, Spielfeld und Kugel
Ein klassischer Flipperautomat ist ein Holzgehäuse auf vier Beinen mit einem verglasten Spielfeld und einem aufrechten Kopfteil am hinteren Ende, der Backbox. Das Spielfeld fällt zum Spieler hin um ein paar Grad ab, meist um die sechseinhalb, und genau diese Neigung bringt die Kugel immer wieder zu dir zurück.
In der Backbox sitzen das Backglas, die bemalte Scheibe, die der Maschine ihr Gesicht gibt, und die Punkteanzeige: drehende Zählwalzen bei alten Geräten, später Segmentanzeigen und ab Anfang der 1990er ein orangefarbenes Punktmatrix-Display (DMD). Die Kugel ist aus massivem Stahl, 1-1/16 Zoll (etwa 27 mm) im Durchmesser und rund 80 Gramm schwer.
Bubble Pinball behält diesen Aufbau auf einem einzigen Hochformat-Bildschirm bei, mit einem Display im DMD-Stil ganz oben für deine Punkte, die Mission des Tisches und Meldungen wie SKILL SHOT oder TILT.
Die Flipper
Im Deutschen heißt nicht nur der ganze Automat Flipper, sondern auch die kleinen Schläger, und sie sind die einzigen Teile, die du direkt steuerst. Jeder Flipper ist ein kurzer Hebel, den eine Spule (ein Elektromagnet) antreibt und den ein Knopf an der Gehäuseseite auslöst. Die meisten Maschinen haben zwei davon unten, links und rechts vom mittleren Ausgang, manche noch einen kleinen Flipper weiter oben.
Wo die Kugel den Flipper trifft, entscheidet über ihre Richtung: Trifft sie nahe der Spitze, fliegt sie auf die gegenüberliegende Seite, trifft sie nahe dem Ansatz, bleibt sie eher auf deiner Seite. Hältst du einen Flipper oben, kommt die Kugel im Winkel zwischen Flipper und Führungsschiene zur Ruhe. So stoppen gute Spieler den Ball und zielen in Ruhe.
In Bubble Pinball hältst du die linke oder rechte Bildschirmhälfte gedrückt (oder die Pfeiltasten), um den jeweiligen Flipper zu heben. Das Kristallgewächshaus bringt einen Mini-Flipper dazu, die Sturmgießerei gleich ein ganzes Paar.
Die Slingshots
Direkt über jedem Flipper sitzt ein dreieckiger Block mit Gummiband: der Slingshot. Berührt die Kugel das Gummi an der Innenseite, schließt ein Schalter und ein Kickerarm schnellt die Kugel seitlich weg. Wegen der Slingshots schießt ein Ball, der eben noch sicher aussah, plötzlich quer auf die andere Seite.
Bubble Pinball übernimmt die echte Slingshot-Geometrie, ein hohes, schmales Dreieck neben jeder inneren Bahn mit zur Mitte geneigtem Gummi, damit die Kugel dorthin springt, wo deine Hände es erwarten.
Pop-Bumper
Pop-Bumper, auch Jet-Bumper genannt, sind die runden Pilze, die meist zu dritt im oberen Teil des Spielfelds stehen. Streift die Kugel den Rand am Fuß, zieht eine Spule einen Ring nach unten und schleudert sie weg. Eine Kugel zwischen mehreren Bumpern kann mehrmals pro Sekunde abprallen, und daher kommt das typische Maschinengewehr-Rattern eines Flippers.
Bumper bringen bei jedem Treffer Punkte, und in Bubble Pinball spielen sie auch beim Farbspiel mit: Auf Tisch 1 sitzt ein Bumper-Dreieck in Cyan und Koralle direkt über einem cyanfarbenen Laderring, sodass eine Kugel, die aus den Bumpern purzelt, oft schon geladen herunterkommt.

Rampen und Orbits
Eine Rampe ist eine schräge Bahn aus durchsichtigem Kunststoff oder gebogenem Draht, die die Kugel vom Spielfeld hinaufträgt und zu einem Flipper zurückbringt. Rampen sind der klassische wertvolle Schuss: Sie verlangen Zielgenauigkeit und geben die Kugel meist direkt zurück, damit du gleich wieder schießen kannst. Orbits (oder Loops) laufen am Rand des Spielfelds entlang: Eine Kugel, die in einen Orbit geht, läuft oben herum und kommt auf der anderen Seite wieder heraus.
Bubble Pinball hat zwei erhöhte Rampen, LIFT und KASKADE. Jeder Rampenschuss bläst die Mutterblase weiter auf; ist sie voll, platzt sie in einen Drei-Ball-Multiball. Linke und rechte Orbits gibt es auf jedem Tisch, das Schaummeer fügt eine Spiralrampe hinzu und die Sternenkrone eine Ringrampe über die ganze Breite.

Fallziele, Standziele und Spinner
Fallziele (Drop Targets) sind flache Ziele, die beim Treffer im Spielfeld versinken. Sie stehen in Reihen, sogenannten Bänken, und wer die ganze Bank abräumt, bekommt meist eine Belohnung, bevor sie wieder hochfährt. Standziele bleiben dagegen stehen: Sie registrieren den Treffer und rühren sich nicht. Ein Spinner ist ein flaches Metallfähnchen an einem Draht quer über einer Bahn; ein sauberer Schuss bringt es zum Drehen, und jede Umdrehung zählt.
Viele Tische in Bubble Pinball haben eine Fallziel-Bank. Räumst du sie in einem Spiel zweimal ab, gibt es einen Extraball. Auf manchen Layouts sitzt außerdem ein Spinner in den Orbit-Bahnen, sodass ein sauberer Orbit doppelt zahlt.
Saucer, Scoops, Kicker und Captive Balls
Ein Saucer ist eine flache Mulde, die eine langsame Kugel auffängt, kurz festhält, während eine Belohnung läuft, und sie dann wieder hinauskickt. Ein Scoop verschluckt die Kugel und schickt sie manchmal durch einen versteckten Tunnel unter dem Spielfeld, die Subway. Ein Captive Ball ist in einer eigenen kurzen Bahn gefangen: Du triffst ihn mit der Spielkugel und schiebst ihn so auf ein Ziel zu.
In Bubble Pinball kommen diese Teile nach und nach: Das Schaummeer bringt einen Saucer, einen Captive Ball und ein motorisiertes Karussell, die Sturmgießerei eine Subway und einen Kicker, und die Sternenkrone ein schwarzes Loch, das um einen Saucer mit Fluchtschlitz gebaut ist.

Schlagbolzen und Skill Shot
Der Schlagbolzen (englisch Plunger) ist die gefederte Stange in der Abschussbahn, normalerweise rechts. Zurückziehen, loslassen, und die Kugel fliegt. Viele Maschinen belohnen einen genauen Abschuss mit einem Skill Shot: eine leuchtende Bahn oder ein Ziel, das direkt vom Schlagbolzen aus getroffen wird.
In Bubble Pinball wischst du auf der rechten Bildschirmhälfte nach unten (oder hältst die Leertaste) und lässt los. Oben warten drei Rollover-Bahnen; eine leuchtet, du kannst sie mit den Flippern verschieben, und wer dort landet, erzielt einen Skill Shot, der auf demselben Tisch jedes Mal mehr wert ist. Die Einzelheiten stehen in unserem Regel-Ratgeber.
Inlanes, Outlanes und der Ausgang
Unten auf jeder Seite laufen Bahnen an den Slingshots vorbei nach unten. Bei einer echten Maschine führen die inneren (Inlanes) die Kugel auf den Flipper, die äußeren (Outlanes) lassen sie aus dem Spiel fallen. Die Lücke zwischen den Flippern ist der mittlere Ausgang, und eine Kugel dort oder in einer Outlane zu verlieren, nennt man Drain.
Bubble Pinball ist gnädiger: Beide Bahnen auf jeder Seite führen auf den Flipper, es gibt also keine seitlichen Ausgänge, und jede Bahn hat eine Aufgabe. SCHILD gibt 6 Sekunden Ballschutz, LADUNG färbt die Kugel in der Farbe einer offenen Blase, COMBO wertet die nächste geschlossene Blase auf und BONUS bringt Punkte und Fortschritt zum Extraball. Leuchten alle vier, beginnt der Blasenregen: doppelte Punkte für 20 Sekunden.
Der Tilt-Mechanismus
Spieler haben schon immer am Automaten gerüttelt, um die Kugel zu lenken, und der Tilt-Mechanismus ist die Antwort der Maschine. Die klassische Version ist ein Pendel, ein Gewicht, das in einem Metallring hängt: Stößt du zu fest, berührt es den Ring. Es gibt eine oder zwei Warnungen, dann TILT: Die Flipper sind tot, die Kugel läuft ab und ihr Bonus ist verloren. Ein eigener Slam-Tilt beendet sogar das ganze Spiel, wenn jemand gewaltsam gegen das Gehäuse schlägt.
In Bubble Pinball rüttelst du mit Pfeil hoch oder der Umschalttaste. Kleine, frühe Stöße helfen; zu viele, und der Automat warnt dich und kippt dann in den Tilt wie das Original.
Die Teile, die nur Bubble Pinball hat
Zu den klassischen Teilen fügt Bubble Pinball eigene hinzu. Laderinge (Ports) färben die Kugel ein: Cyan, Koralle, Amber und ab der dritten Welt Violett. Auf dem Spielfeld schweben leuchtende Blasen, und eine Blase platzt nur, wenn eine Kugel in ihrer eigenen Farbe sie trifft. Große Blasen tragen mehrere Schalen, und eine geschlossene Blase hinterlässt ein Modul: einen Magneten, einen zusätzlichen Pop-Bumper, einen Rettungspfosten zwischen den Flippern oder ein Prisma, das die Punkte verdoppelt.
Diese eine Regel macht aus jedem Teil oben eine Entscheidung: erst durch den Ring oder gleich auf die Rampe, die unterwegs auflädt? Die kostenlose Kampagne hat 100 Tische in fünf Welten, jeder mit eigenem Layout und eigener Mission. Fang mit Tisch 1 an, und du triffst die meisten dieser Teile schon in der ersten Welt.
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Teile eines Flipperautomaten?
Gehäuse und Backbox, das geneigte Spielfeld, die Stahlkugel, der Schlagbolzen, zwei oder mehr Flipper, Slingshots, Pop-Bumper, Rampen, Orbits, Ziele, Bahnen und der Tilt-Mechanismus. Viele Maschinen haben dazu Saucer, Spinner, Captive Balls, Magnete und Spielzeuge.
Was ist der Unterschied zwischen Slingshot und Pop-Bumper?
Ein Slingshot ist das dreieckige Gummi über jedem Flipper; er kickt die Kugel seitlich weg. Ein Pop-Bumper ist ein runder Pilz, meist weiter oben in einer Dreiergruppe, der die Kugel bei Berührung in jede Richtung schleudert.
Was ist eine Outlane?
Die äußere Bahn unten auf jeder Seite einer echten Maschine. Eine Kugel, die dort hinunterläuft, ist verloren, ohne einen Flipper zu erreichen. Bubble Pinball hat keine seitlichen Ausgänge: Alle vier Seitenbahnen führen zu den Flippern.
Hat Bubble Pinball echte Flipperteile?
Ja. Es gibt Schlagbolzen, Flipper, Slingshots, Pop-Bumper, Rampen, Orbits, Fallziel-Bänke, Spinner, einen Saucer, einen Captive Ball, eine Subway, einen Kicker und den Tilt, dazu eigene Farbringe und Blasen.